Erbrecht - nicht immer geht es um Geld

Um einen Einblick im Erbrecht in Deutschland zu haben muss man zunächst einmal die Begriffe dahinter verstehen. Grundsätzlich ist für das Erbrecht die Abfolge, also die "Ordnung" des Erbes recht wichtig. Außerdem muss klar gestellt sein, dass ein Erblasser und ein Erbe die wichtigsten "Parteien" in diesem Thema sind. Das Erbrecht hat in Deutschland natürlich viele Winkel und Tücken, aber mit Hifle unserer Anleitung werden Sie ein wenig davon verstehen. Trotzdem: Wenn Sie im konkreten Fall sind, dass Sie etwas gezielt vererben wollen oder im konkreten Erbrechts-Streitfall sind, dass Sie um ein Erbe kämpfen: Ziehen Sie einen Anwalt zur Rate, Sie suchen am besten nach einem Rechtsanwalt in Suchmaschinen mit dem zusätzlichen Begriff "Erbrecht" und vielleicht Ihrem Bundesland oder der nächsten größeren Stadt.

Disclaimer: Diese Seite hat nicht die Funktion einer Rechtsauskunft. Wenden Sie sich immer an einen deutschen Rechtsanwalt um zu Ihrem Recht zu kommen, wir listen hier nur exemplarisch einige Themen auf und versuchen diese Rechts-Gebiete in einer verständlichen Sprache aufzubereiten.

Erbrecht in Deutschland

Es ist wie das Scheidungsrecht auch mit dem Erbrecht. So wie niemand bei der Eheschließung über das Scheidungsrecht nachdenken will, so ist es auch mit dem Erben. Wenn über das Erbe gesprochen wird, hängt zu Oft der Geruch vom Tod im Raum. Trotzdem ist der Tod ein Teil des Lebens und trotzdem werden auch Ehen geschieden. Damit diese Dinge aber geordnet abgehen können, sind oftmals die Ratschläge von Rechtsanwälten und Juristen im Allgemeinen nicht zu vernachlässigen. Zunächst muss man im Erbrecht - am besten schon vor dem Gespräch mit einem Juristen - einmal die Grundbegriffe verstanden haben. Diese Grundbegriffe im Erbrecht erklären wir hier ein wenig.

Grundbegriffe im Erbrecht

Erblasser

Der Erblasser ist - kurz gesagt - die tote Person. Erblasser ist also jene Person, die ein Erbe "ablässt" und somit, weil ein Erbe ja einen Wert hat, quasi einen Wert an Erben übergibt.

Erbfall

Der Erbfall ist jener Moment in dem der Erblasser verstirbt. Quasi gleichzeitig mit dem Todesfall geht der Erbfall einher. Was auch immer also im Erbschaftsvall vom Erblasser geregelt oder eben nicht geregelt (besonder wichtig!) ist, tritt in diesem Moment in Kraft.

Erbschaft

Was dabei herauskommt ist die Erbschaft. Der Begriff "Erbschaft" beschreibt die Summe der Güter, die der Erblasser im Erbfall - also seinem Todesfall - hinterlässt. Die Erbschaft kann aus Wertgegenständen bestehen, sie kann aber auch persönliche Dinge beinhalten, die sich weniger durch materiellen Wert als durch ideellen Wert beschreiben. Hier wird auch schon klarer, warum es um Erbschaften Streit (vor Gericht) gibt. Während man materielle Werte noch relativ einfach am Taschenrechner "dividieren" könnte, gibt es bei ideellen Werten oft heftige Streitereien.

Erben - Gesamtnachfolge

Im Erbfall geht also die Erbschaft vom Erblasser an die Erben über. Diese Personen, das kann eine Person sein oder eine Institution oder auch mehrere Personen und Institutionen bezeichnet man als Gesamtnachfolge. Und dann gibt es noch eine Besonderheit, die man im deutschen Erbrecht unbedingt kennen sollte. Denn neben der gesetzlichen Erbfolge gibt es auch die willkürliche Erbfolge. Das klingt seltsam?

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Erbfolge - Gesetzlich und Willkürlich

Kurz gesagt ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und willkürlicher Erbfolge jener, dass im Gesetz mehrere Ordnugen gefasst werden und die willkürliche Erbfolge per Testament gemacht wird. Ist kein Testament vorhanden, auffindbar oder gültig (auch das ist wichtig), dann gilt die geesetzliche Erbfolge. Ist ein Testament vorhanden, dann gilt die willkürliche Erbfolge, allerdings in wesentlichen Punkten eingeschräntk durch die gesetzliche Erbschaft und die Vorgaben des Privatrechts mit Schuldrechten. Damit ist gemeint, dass die Pflichtanteile an der Erbschaft durch Erben auch im Gesetz als Schuldrecht geregelt ist, was das genau bedeutet, haben wir in einem eigenen Artikle zusammengefasst.

1., 2. und 3. Ordnung...

Im gesetzlichen Erbfall gelten 3 Ordnungen, die sich auch im Pfichtteil wiederfinden. Daher haben wir diese Erklärung welche 3 Ordnungen gelten auch im gleichen Artikel über den Pflichtteil zusammengestellt. Grundsätzlich kann man einfach als Orientierungshilfe anwenden: 1. Ordnung sind die eigenen Kinder des Erblassers und dessen Ehepartner, 2. Ordnung sind Geschwister und Eltern des Erblassers und 3. Ordnung sind Großeltern, Onkel und Tanten sowie letztlich Cousins und Cousinen des Erblassers. Aber genauer sind wir hier darauf eingegangen, wo es um Pfichtteile der Erbschaft geht.

Konstellation bei 2. Ordnung

Während die Abarbeitung eines Erbfalles bei 1. Ordnung ohne Testament noch recht einfach ist, weil es nur um die Frage geht, ob und wieviele Kinder es gibt und ob ein Ehepartner noch am Leben ist, ist die Konstellation bei 2. Ordnung schon schwieriger. Wenn der Erblasser verstirbt und die 1. Ordnung nicht gilt, weil der Erblasser beispielsweise ein kinderloser, alleinstehender Mann ist, dann greift die 2. Ordnung.

Zunächst ist es in der 2. Ordnung so, dass die Eltern des Erblassers jeweils 50 % des Erbes erhalten. Geschwister dagegen gehen leer aus, sofern die Eltern beide noch am Leben sind. Lebt nur noch ein Elternteil, beispielsweise die Mutter, dann gehen weiterhin 50 % an die Mutter und die anderen 50 % teilen sich auf die vorhandenen Geschwister des Erblassers auf. Gab es aber keine Geschwister, dann ist in diesem Fall zu 100 % die Mutter die Erbin.

Wie kommt es zur 3. Ordnung?

Die dritte Ordnung im Erbfall ist tatsächlich relativ selten. Das hat einen einfachen Grund: Vielfach ist in diesem Fall gar kein echtes Erbe zu vergeben, aber wenn eines zu vergeben ist, kommt es zum Fall der 3. Ordnung dann, wenn Kinder und Enkelkinder sowie Ehepartner sowie Eltern und Geschwister des Erblassers entweder gar nicht vorhanden oder verstorben sind. Dann erben tatsächlich die Großeltern sowie Tanten und Onkel, also die Geschwister der Eltern des Erblassers. Wobei Tante und Onkel erst zum Zug kommen, wenn Großeltern verstorben sind. Dann aber, wenn auch Tanten und Onkel verstorben sein sollten, geht das Erbe an Cousin und Cousinen über.

Eine Besonderheit bei der 3. Orndung gibt es noch. Wenn der Erblasser verheiratet ist und es keine Kinder gibt, dann teilen sich der Ehepartner und die Erbfolge in der 3. Ordnung jeweils die Hälfte. Wobei hier der Zusatz gilt. Wenn die Großeltern des Erblassers noch am Leben sind, erhalten die beidne die Häflte und der Ehepartner die andere Hälfte. Sind die Großeltern nicht mehr am Leben, geht das gesamte Erbe an den Ehepartner. Hier gehen dann Tanten und Onkel, also die Geschwister der Eltern des Erblassers generell leer aus.

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